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Aktuelles

Info´s Papageienhaltung

Liebe User,

es gibt viele Bereiche im Tierschutz, aber heute möchten wir auch einmal über die Papageienhaltung informieren. Insbesondere große Papageien wie z.B. Graupapageien, Amazonen oder gar Kakadus sind ziemlich anspruchsvoll in der Haltung. Jeder zukünftige Papageienbesitzer sollte sich vorab genauestens über die jeweilige Papageienart, deren Bedürfnisse, Ernährung, Haltung etc. informieren, denn ein handelsüblicher Papageienkäfig ist für keinen Papagei, egal ob klein oder groß, geeignet.

Zudem sollte man immer darüber nachdenken, dass ein großer Papagei  ein Alter von 60 Jahren und mehr erreichen kann.

Obwohl es auch für große Papageien viele „Züchter“ gibt, sind genügend Tierschutzvereine vorhanden, die dringend ein gutes Zuhause für ihre Schützlinge suchen. Dies ist nicht leicht, denn ein großer Papagei benötigt auch eine große Voliere. Am besten mit Innen,- und Außenbereich indem es viel Platz gibt, oder gar ein eigenes Zimmer, wenn kein Garten vorhanden ist.

Hierbei wird der Papageienhalter vor weitere Schwierigkeiten gestellt. Was sagen zum Beispiel die Nachbarn? Papageien können sehr sehr laut werden. Ist die Voliere ausreichend geschützt und bei jeder  Witterung vom großen Federtier bewohnbar? Ist das Papageienzimmer für den Vogel sicher? Ein Papageienschnabel macht vor nichts Halt... Kabel, Tapeten, Fußleisten etc. Alles kann zerstört werden!

Nun ein weiteres wichtiges Thema. Es gibt keine Papageienart, die alleine  oder in einer reinen Papageien,- Mensch Beziehung glücklich  ist. Natürlich können Papageien sehr anhänglich sein. Mit ihren großen Kulleraugen lassen sie das Herz des Menschen dahinschmelzen. Aber welcher Mensch ist 24 Stunden, 365 Tage im Jahr verfügbar? Genau das wird von den Papageienbesitzern unterschätzt. Es genügt nicht „viel Zeit“ mit einem einzeln gehaltenen Papagei zu verbringen… Ein Papagei benötigt seinen Partner immer.

Daher gilt: Kein Papagei darf alleine sein! Er benötigt  einen gleichartigen Partner, bestenfalls von derselben Gattung und Art! Es gibt viel zu viele Papageien, die alleine in Menschenhand leben und absolut verhaltensauffällig sind. Psychische Erkrankungen wie Federrupfen, Dauerschreien, Aggressionen usw. sind leider keine Seltenheit! Um  dies zu verhindern, braucht der Papagei alles menschenmögliche um ein gutes Leben führen zu können, auch wenn keine noch so gute Haltung seinen natürlichen Lebensraum ersetzen kann.

Insbesondere bei Großpapageien, die nicht artgerecht gehalten und  zudem zu vermenschlicht wurden ist die Verpaarung häufig schwierig. Es gibt viele Faktoren die beachtet werden müssen, aber niemand sollte aufgeben und alles versuchen seinem Papagei einen Partner zur Seite zu stellen! Ein Papagei, der viele Jahre oder gar Jahrzehnte ohne Artgenossen lebte, kann noch verpaart werden. Dies erfordert viel Zeit, viel Fingerspitzengefühl und Geduld. Wahrscheinlich benötigt man Hilfe von einem Papageienexperten, aber ein glücklicher Vogel wird es seinem Besitzern dann eines Tages danken!

Wichtig ist zudem auch, dass ein Papagei legale Papiere und eine Cites Bescheinigung hat. Ein Papagei muss im Wohnort bei der jeweiligen Stadt angemeldet werden. Dies ist nur mit diesen Papieren möglich. Andernfalls hat die Behörde das Recht den Papagei, der über keinen Herkunftsnachweis verfügt, zu beschlagnahmen!

Liebe Papageienfreunde,  dies ist eine kurze Übersicht die nur grob über die Papageienhaltung berichtet.  Kleine Papageien haben die gleichen Ansprüche wie ihre großen Verwandten. Der einzige kleine Vorteil ist ihre Größe. Die Spannweite eines Wellensittichs, eines Sperlingspapageien oä. ist einfach wesentlich geringer und die Möglichkeit in einer etwas kleineren Voliere ausreichend Platz zu haben schneller gegeben. Ein großer Papagei hat ganz leicht eine Höhe von 35 cm und mehr. Die Spannweite der Flügel und die Stärke des Schnabels sind dementsprechend zu berücksichtigen.