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Aktuelles

Kind und Haustier

 

In unserem Tierheimalltag müssen wir leider häufig feststellen, dass ein Tier bei uns abgegeben wird, oder zu uns zurückkommt, weil sich menschlicher Nachwuchs angekündigt hat.

Es ist natürlich sehr schade, wenn ein Tier nur als „Kindersatz“ angeschafft wird und es weichen muss, sobald ein Menschenkind auf die Welt kommt.

Die meisten Vierbeiner, ob Hund, Katze, Kaninchen o.ä. leben in der Regel zwischen 10-15 Jahren mit den Besitzern zusammen. Dies sollte man generell immer vor der Anschaffung eines Tieres berücksichtigen.

Die meisten Tiere gewöhnen sich genauso an den menschlichen Nachwuchs, wie es umgekehrt auch möglich ist. Kinder die mit einem Tier aufwachsen, von klein auf den vernünftigen und respektvollen Umgang mit einem Haustier erlernen und erleben, profitieren für den Rest ihres Lebens aus dieser Erfahrung.

Kommt ein Baby dazu, steht die Welt in den meisten Fällen erstmal „Kopf“. Das spürt natürlich auch das jeweilige Haustier. Für die Katze ist das Schreien eines Babys oft laut und „furchteinflößend“, für den Hund ändert sich plötzlich der Alltag, weil die Runden kürzer werden oder die Gassizeiten dem Schlafrhythmus des Kindes angepasst werden müssen.

Dies ist ein vorübergehender Prozess, der sich im Laufe der Zeit schnell einspielt. Das Menschenkind wächst schnell und aus einem fast nur schlafendem Baby wird schnell ein Kind, was dem Tier hinterherkrabbelt oder läuft. Das Haustier sollte von Anfang an in den Alltag mit Kind und Tier einbezogen werden. Es ist nicht schlimm, wenn die Katze, der Hund o.ä. mal kurz an einer Babyhand schnüffelt oder tatsächlich mal ein kurzer „Schleck“ ausgetauscht wird. Viele Hunde passen mit auf das Baby auf. Andere sind eher genervt. So gibt es Katzen, die Reißaus nehmen und andere, die bewusst den Kontakt suchen. Mit ein bisschen Fingerspitzengefühl lässt sich in den meisten Fällen eine gute Kind-Haustierbeziehung herstellen.

Hierbei gilt, dass das Kind schon früh lernt, „Ein Tier ist kein Spielzeug“ und wird z.B. auf der Decke oder beim Schlafen nicht gestört. Ebenso wird es vorsichtig gestreichelt und nicht an den Haaren gezogen (entgegen mancher Meinungen sind auch kleinere Kinder durchaus früh in der Lage das vorsichtige Anfassen zu lernen).

Manchmal entwickelt das Kind eine Allergie gegen ein Haustier. Häufig ist es aber nicht nötig das Tier sofort abzugeben. In vielen Fällen gewöhnt sich der Organismus doch noch an das Allergen.

Es ist schön zu erleben, wie groß eine Liebe zwischen Haustier und Kind werden kann!

Sollten Sie Fragen zu diesem Thema haben, oder Hilfe benötigen, sprechen Sie uns an! Wir stehen Ihnen gerne mit Rat und Tat zur Seite!